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Wie Licht und Schatten – Vom 1:4 zum 5:4

Die 4.-Liga-Frauen des FC Wil 1900 empfingen zu Hause auf dem Bergholz bei Wind und Regen den FC Uzwil zum Duell. Und es war ein Spiel, dass sowohl Trainer, als auch Zuschauer und Spielerinnen wohl nicht so schnell vergessen werden. Nach dem 12:0-Sieg in der Vorwoche sollte es am Selbstvertrauen nicht fehlen. Trotzdem brachten die Wilerinnen in den ersten 40 Minuten der Partie kaum einen Fuss vor den anderen. Bereits nach 2 Minuten zappelte der Ball nach einer Fehlerkette im Wiler Tor. Zwar konnte das Team reagieren und praktisch im Gegenzug durch Noemi Eisenring zum Ausgleich kommen, am schwachen Spiel des Heimteams änderte das aber nichts. Abstimmung, Passspiel und Zuteilung waren nur drei der Dinge, die nicht funktionierten. Uzwil wusste dies auszunutzen und kam noch vor der 20. Minute zu zwei sehr einfachen Toren. Zwar trafen die Wilerinnen in der Folge den Pfosten, es war aber eine der wenigen Chancen die sich die Gastgeberinnen erspielen konnten. Nach dem zwischenzeitlichen 1:4 - wie könnte es anders passen – durch ein Eigentor, konnten sich die Wilerinnen endlich fangen. Sie begannen besser mitzuspielen, Ordnung ins Chaos zu bringen und das Spieldiktat zu übernhemen.

Spiel auf ein Tor

Noch vor der Pause konnte Noemi Eisenring ihren zweiten Treffer des Abends zum 2:4-Anschluss verbuchen. Was dann geschah ist wohl in die Kategorie «Typisch Fussball» einzuordnen. Wirklich erklären kann man es aber nicht. In der zweiten Halbzeit stand ein komplett anderes Wil auf dem Platz. Plötzlich harmonierte die Mannschaft von hinten bis nach vorne. Die Abwehrkette um Thalia Hildenbrand und Melanie Löhrer hatte alles im Griff und strahlte Ruhe aus. Das Mittelfeld gewann mehr Zweikämpfe und auch das Passspiel funktionierte, anders noch als in den ersten 45 Minuten, hervorragend. Der Gegner kam mit der neuen offensiven und schnellen Spielart der Wilerinnen nicht mehr klar. Das zeigt auch die Tatsache, dass Uzwil in der zweiten Halbzeit gerade einmal aufs Tor des FC Wil schoss.

Ein Wiler Sturmlauf begann und das Heimteam erspielte sich Chance um Chance. In der 65. Minute revanchierte sich Noemi Eisenring bei Fabienne Hug für die Vorlage zum Anschlusstreffer vor der Pause und legte mustergültig auf. Die junge Spielerin musste den Ball aus kurzer Entfernung nur noch zum 3:4 einschieben. Uzwil war nervös – Wil spielte entfesselt. Mehrere sehenswerte Spielzüge konnten in der Folge nicht zum Ausgleich verwertet werden. Auch ein herrlicher Hechtkopfball von Chantal Wüthrich verfehlte das Tor nur knapp, ehe Fabienne Hug mit ihrem zweiten Tor des Abends in der 80. Minute das erlösende 4:4 erzielte. Nicht das jetzt jemand dachte, das reicht den Wilerinnen. Denn noch war genug Zeit, die Partie noch zu drehen. Darum rannten sie weiter auf das Uzwiler Tor an. Sie wollten den Treffer unbedingt, und erzielten ihn auch. Verdienterweise war es abermals Noemi Eisenring, die in der 86. Minute den viel umjubelten Treffer um 5:4-Sieg erzielte.

Die Wiler Frauen zeigten an diesem Abend zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten – wie Licht und Schatten. Zum Glück und vollkommen verdient behielten sie die drei Punkte in Wil. Als nächster Gegner wartet am Donnerstag, 19. Mai auswärts der FC Eschlikon auf die Wiler Frauen.

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