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Starker Rückrundenstart der Frauen 2

Die Frauen 2 des FC Wil 1900 hatten nach der Vorrunde einiges aufzuholen. Aus acht Spielen resultierten sowohl vier Niederlagen als auch gleich so viele Siege. In der zweiten Saisonhälfte will das Team nun mehr Punkte sammeln und die Vorbereitung verspricht Gutes.

Nach einem intensiven Wintertraining und drei Hallenturnieren warten drei Freundschaftsspiele auf die Frauen. Zwei Drittligisten und ein Tabellenführer einer Zürcher 4.-Liga-Gruppe waren die Gegner. Und die Wilerinnen bewiesen, dass sie mehr drauf haben als die 12 Punkte aus acht Spielen bisher vermuten lassen. Im ersten Spiel Ende Februar ging es zum zweitplatzierten aus der 3. Liga nach Frauenfeld. Gegen das ehemalige Team des Trainers Michael Anderegg zeigten die Wilerinnen eines ihrer wohl besten Spiele der letzten Jahre. Den taktischen Vorgaben gut folgend, führten die Gäste aus Wil nach 45 Minuten und zwei schön herausgespielten Toren von Noemi Eisenring und Jasmin Flammer mit 2:0. Nach der Pause bot sich dasselbe Bild. Wil machte das Spiel und Frauenfeld kam nur selten vors Tor der Gäste. Captain Vanessa Eisenring erhöhte mit zwei Toren auf 4:0, ehe Frauenfeld mit dem 1:4 den Anschluss erzielte. Die Wilerinnen liessen sich aber nicht beirren und erhöhten das Score durch einen Doppelpack von Noemi Eisenring bis zum Schluss auf 6:1.

Starker Rückrundenstart der Frauen 2

Im zweiten Spiel kam eine Woche später der 3.-Ligist FC Ellikon/Marthalen nach Wil. Das Wetter spielte einmal mehr – man erinnerte sich an das Schneechaos vor einem Jahr – verrückt. Von Sonnenschein über Regen bis hin zum Schneesturm war alles dabei. Zwischenzeitlich wurde sogar über Abbruch diskutiert. Aber die Frauen wollten das Spiel zu Ende spielen und den Wetter trotzenden Zuschauern es bot sich ein spannender und körperbetonter Fight. Chancen auf beiden Seiten waren da. Oftmals waren die Abschlüsse aber zu ungenau. Nur ein Schuss fand den Weg ins Tor. Nach einer Vorlage von Leandra di Salvo erzielte Captain Vanessa Eisenring mit einem Volley in der 33. Minute den einzigen Treffer der Partie.

Im dritten Testspiel Mitte März hiess der Gegner Zürichsee United. Das Spiel an sich ist schnell erzählt. United wurde von den Wilerinnen von Beginn weg in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Chantal Wüthrich eröffnete mit ihrem ersten Tor für den FC Wil 1900 das Score. Tabitha Halter und Noemi Eisenring (3x) erhöhten noch vor der Pause auf 5:0. Nach der Pause liess das Heimteam etwas nach, kam aber weiterhin zu Chancen. Noemi Eisenring zeigte sich in Topform und erzielte nochmals zwei Tore. Zwillingsschwester Vanessa profitierte von einem Goaliflop zum 8:0, ehe Stephanie Angehrn in der 90. Minute ihr erstes Tor in einem Fussballspiel überhaupt - eine Direktabnahme mit ihrem schwächeren linken Fuss wohlgemerkt - zum Schlusspunkt vom 9:0 erzielte.

Gute Vorzeichen, schlechter Start

Nach den drei Siegen und dem Trainingslager über Ostern in Peschiera del Garda (Italien), ging es Mitte April mit der Rückrunde los. Gegner war auswärts Leader Bütschwil-Neckertal 2. Das Heimteam erwischte den besseren Start. Die Wilerinnen fanden lange nicht ins Spiel. Zu viele Stellungsfehler und Fehlpässe begünstigten das Spiel der Gegner. Zur Pause lagen sie deshalb mit 0:2 hinten. Nach der Pause zeigte der FC Wil 1900 ein besseres Spiel. Mit mehr Konzentration kamen die Wiler Frauen zu Chancen, zählbares schaute aber nicht heraus. Eine alte Fussballerweisheit besagt, dass man ein Spiel nicht wegen einem Schiedsrichter verliert, heute war das aber wohl etwas anders. Mit zwei klaren Abseitstoren (mehrere Meter und für alle klar ersichtlich) erhöhte Bütschwil mitten in der Wiler Druckphase auf 4:0. Die Wilerinnen liessen sich lange nicht davon beeindrucken. In der 72. Minute kamen sie dann zum verdienten eigenen Erfolgserlebnis. Noemi Eisenring erzielte den Anschlusstreffer, ehe das dritte Abseitstor – abermals einiges mehr als nur „ein halber Meter“ – zum 5:1 den Willen der Wilerinnen grösstenteils brach. Zwar kamen sie durch einen Elfmeter, den Vizecaptain Carole Schärer souverän verwandelte, noch zum zweiten Tor des Abends. An der Niederlage änderte dieser Treffer aber nichts mehr (2:6).

Zwei klare Siege

Aus dieser Niederlage zog die Mannschaft ihre Lehren und zu Hause gegen Berg und dann auch auswärts gegen Weinfelden-Bürglen zeigten die Wilerinnen eine Reaktion – und wie. Berg wurde vom Heimteam überrollt. Das Pressing von Beginn weg brachte die Gäste zunehmend in Bedrängnis und die 4:0-Führung zur Pause durch vier Tore von Noemi Eisenring war die logische Konsequenz. Alexandra Sieber, Vanessa Eisenring und Mirjam Bigger bedienten die Stürmerin jeweils mustergültig. In Halbzeit zwei schaltete Wil einen Gang zurück und ermöglichte Berg so den Anschlusstreffer. Beim Gegentor gabs für die sonst sicher spielende junge Torhüterin Michelle Gimmi nicht viel zu halten. Das Tor war wieder eine Art Weckruf und das Heimteam war in der Folge in der Lage, wieder einen Gang höher zu schalten. Bis zum Schlusspfiff erhöhte Wil durch Vanessa Eisenring - auf Vorlage von Leandra di Salvo - und einen weiteren Treffer nach einem Sololauf von Noemi Eisenring auf 6:1.

In Weinfelden am letzten Wochenende spielten sich die Wiler Frauen in einen regelrechten Torrausch. Gleich mit 12:0 wurde das Spiel gewonnen. Die Defensive um Abwehrchefin Thalia Hildenbrand spielte wie schon gegen Berg ein hervorragendes und vor allem sicheres Spiel. Und wenn doch einmal etwas an den Verteidigern Mirjam Bigger, Melanie Löhrer und Rebecca Moser vorbei ging, war Michelle Gimmi zur Stelle. In der Offensive zeigte das Team, dass es mehr als nur ein bisschen Torhungrig ist. Stephanie Angehrn eröffnete den Torreigen. Noemi Eisenring stellte ihren eigenen Torrekord ein und erzielte ganze sechs Tore. Mittelfeld-Regisseurin Vanessa Eisenring erzielte drei Treffer, einen via starkem Freistoss. Chantal Wüthrich verbuchte zwei Treffer. Assistgeber waren in dieser Partie diverse Spielerinnen. Hervorzuheben ist aber sicherlich das Debut von Fabienne Hug, die drei Tore auflegte. Alles in allem zeigten die Wilerinnen eine Teamleistung, die durch und durch überzeugte.

Den Schwung von fünf Siegen aus sechs Spielen will das Team jetzt in die restlichen Spiele mitnehmen. Am Samstag wartet mit Uzwil (0:2-Niederlage in der Vorrunde) ein starker Gegner auf die Wilerinnen. Anpfiff ist um 19 Uhr auf dem Sportplatz Bergholz.

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