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Neun Tage, drei Spiele, sechs Punkte

 

Die zweite Frauenmannschaft des FC Wil ist auf Kurs. Nach dem guten Saisonstart mit drei Siegen, standen den Wilerinnen in den letzten Wochen schwere Gegnerinnen gegenüber. Wegen Spielverschiebungen absolvierten die Frauen in neun Tagen gleich drei Spiele. Zwei davon erst noch gegen direkte Konkurrentinnen im Kampf um den Aufstieg. Zuerst gings am Mittwochabend zum Spiel gegen Gossau. Gegen den Absteiger aus der 3. Liga taten sich die Wiler Frauen in der ersten Halbzeit schwer. Dies trotz der Tatsache, dass sie bereits nach 2 Minuten - nach einer schönen Ballstafette von der eigenen Abwehr übers Mittelfeld und einem cleveren Pass vor dem Tor - durch Noemi Eisenring in Führung gingen. Gossau machte Druck, viel Druck. Sofortiges Pressing auf den Ball und Ballführende brachte die Gäste immer wieder in Bedrängnis. In den ersten 45 Minuten hatten die Wilerinnen das Glück noch auf Ihrer Seite. Zwei Weitschüsse der Gossauerinnen landeten am Pfosten. Zweimal musste Torfrau Michelle Gimmi klärend eingreifen. Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Halbzeit zwei war dann um einiges ausgeglichener. Auch der FC Wil war endlich im Spiel angekommen, machte munter mit und hielt auch körperlich dagegen. Drei Grosschancen unmittelbar nach der Pause wurden aber liegengelassen. So kam es wie es kommen musste: Gossau glich in der 62. Minute mit einem herrlichen Weitschuss aus 30 Metern zum 1:1 aus. Aufgrund der ersten Halbzeit sicherlich nicht unverdient. Die beiden Mannschaften boten jetzt ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Leider war den Wilerinnen das Glück in der Folge nicht mehr Hold. Im Gegenteil.

Unparteiischer entscheidet Spiel, leider Neutral betrachtet hätte diese Partie keinen Sieger verdient gehabt. Leider waren es aber klare Fehlentscheide des Schiedsrichters, die zur Entscheidung führten. Zuerst sah er ein klares Stossen der Gossauerin im Mittelfeld nicht. Mit dem Ballgewinn wurde die Stürmerin lanciert, die dann zudem klar im Abseits stand, was vom Schiedsrichter aber ebenfalls nicht abgepfiffen wurde. Der Abschluss war nur noch Formsache. Wil versuchte zu reagieren und anzugreifen. In der 77. Minute war die Luft dann aber endgültig draussen. Nach einem Foul an der Grundlinie, das keines war, bekamen die Gossauerinnen einen Freistoss, der zur 1:3-Entscheidung führte. Das Schlussergebnis war ärgerlich für die aufopfernd kämpfenden Wiler Frauen, die für eine beherzte Leistung nicht belohnt wurden und in der zweiten Halbzeit ebenfalls zwei Mal das Aluminium trafen. Am Ende halfen auch die einsichtigen, tröstenden Worte des Gegners, die sich «beim Schiedsrichter bedanken dürfen», wie sie selbst sagten, nichts mehr.

Sieg im Regionalduell

Nur ein paar Tage nach dem Gossaumatch kam der FC Eschlikon nach Wil zu Besuch. Wollten die Wilerinnen den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verlieren, musste ein Sieg her. Und den holten sie sich auch eindrücklich. Wil war über weite Strecken das bessere Team. Hinten liessen sie nur wenig zu und vorne trafen sie, was sie treffen mussten. Durch Noemi Eisenring und Nadine Scheiwiller stand es zur Pause 2:0 für Wil. Chancenmässig wäre noch mehr drin gelegen. Auch in dieser Partie verhinderte das Aluminium zweimal einen Wiler Treffer.

In der zweiten Halbzeit wurden die Nerven von Wil Trainer Michael Anderegg dann überstrapaziert. Zuerst schenkte man Eschlikon mit einem zu kurzen Rückpass, der abgefangen wurde, den Anschlusstreffer. In der Folge agierte das Heimteam dann auch etwas unsicher. In der 66. Minute war es dann erneut Nadine Scheiwiller, die den alten Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. Nur sechs Minuten später konnte Eschlikon dann aber mit einem der wenigen, erfolgreichen Angriffe den abermaligen Anschluss erzielen, ehe es erneut Scheiwiller war, die mit dem 4:2 den Siegtreffer markierte. Das Spiel wurde dank einer kompakten Abwehrleistung, einem stark aufspielenden und aufopfernden Mittelfeld sowie einem am Ende effizienten Sturm gewonnen. Die Wilerinnen zeigten einen starken Fussball.

Klare Angelegenheit in Spiel drei
Im dritten Spiel in diesen neun Tagen reisten die Wiler Frauen ungewohnt am Freitagabend zum FC Zuzwil. Ein Sieg war gefordert. Und der wurde auch eingefahren. Das Spiel ist schnell erzählt. Zuzwil kam dank der starken Wiler Abwehr zu keiner wirklich nennenswerten Torchance. Zur Pause führten die Gäste bereits mit 4:0. Ein Kopfballtor von Svenja Vogel machte den Start. In der Folge waren es Vanessa Eisenring per Freistoss und ihre Zwillingsschwester Noemi mit zwei tollen Abschlüssen, die das Pausenresultat festlegten. Der Pass vom Captain zum vierten Tor verdiente sich hierbei das Prädikat «Weltklasse». In der zweiten Halbzeit ging der Einbahnfussball weiter. Svenja Vogel erzielte mit dem 5:0 ihren ersten Doppelpack für Wil. Am zweiten Pfosten wurde sie mustergültig lanciert und musste nur noch einschieben. Die Wilerinnen leisteten sich sogar den Luxus, drei Mal Pfosten oder die Latte zu treffen sowie einen Penalty zu verschiessen. Trotzdem erhöhten sie bis zum Schlusspfiff durch weiterte Tore von N. Eisenring auf 7:0.

Mit diesem Ergebnis gingen die Frauen in eine dreiwöchige Pause, die erst mit dem Spitzenspiel 2. gegen 3., Flawil gegen Wil, am 22. Oktober endet. Knüpfen die Wilerinnen dabei an ihre starken Leistungen aus den letzten Spielen an, sollte auch dann ein Sieg möglich sein.

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