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Mit viel Moral zum Unentschieden

Zum Abschluss der anstrengenden „englischen“ Woche folgte auf das Heimspiel am Mittwoch gegen Münchwilen der Auswärtsklassiker gegen Rickenbach.

Auf der gut besuchten Sportanlage Au trafen zwei starke Mannschaften aufeinander.

Das Spiel war von Anfang an vom Kampf geprägt, da das sehr kleine und holprige sowie „leicht“ ansteigende Spielfeld keinen gepflegten Spielaufbau zuliess. Genau wie schon gegen Münchwilen gelang der ersten Mannschaft ein mustergültiger Start. Dario Caccialupi setzte sich in der 5. Minute mit einer starken Einzelleistung auf dem rechten Flügel durch und flankte anschliessend herrlich auf Meli Sabani, welcher hochgestiegen war und den Ball mit dem Kopf in die Maschen drückte. Sensationelles Tor!

Danach übernahm wieder der Kampf die Hauptrolle in diesem Spiel. Die Zuschauer bekamen wenig Spektakel geboten. Jedoch kam der FC Wil nochmals zu einer hundertprozentigen Chance. Es folgte ein herrlicher Seitenwechsel von Vuong Truong auf die linke Seite zu Agostino Curatolo, der direkt in die Mitte ablegte, wo Pascal Oswald völlig ungedeckt den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei schob. Anschliessend gewann das Heimteam die Übermacht im Zentrum. Sie konnten fast alle Zweikämpfe für sich entscheiden, wodurch die Verteidigung des FC Wil arg unter Druck geriet. Nach einem Fehlpass im Zentrum konnten die Wiler sich nur noch mit einem Foul knapp vor der Strafraumgrenze retten. Der geniale Freistoss konnte vom guten Wiler Torhüter Patrick Fink nur noch an den Pfosten gelenkt werden, von wo er trotz versuchter Rettungsaktion von Fehmi Haziraj über die Linie kullerte.

Das Gegentor änderte nichts am Spielgeschehen. Die Wiler wirkten weiterhin sehr nervös und verloren immer wieder entscheidende Zweikämpfe. Das kam dem FC Rickenbach sehr entgegen, da sie durch die Ballgewinne im Zentrum immer wieder ihre schnellen Stürmer in Szene setzen konnten. So auch beim 2:1, als nach einem Prellball im Mittelfeld der Ball über die Wiler Abwehrkette hinweg setzte und der Stürmer alleine auf Patrick Fink zulaufen konnte und den Ball eiskalt versenkte.

Der Pausenpfiff kam den Wilern gerade recht, da man die zweite Hälfte „abwärts“ spielen konnte.

Trotz diesem Vorteil wurde die Abwehrkette des FC Wil gleich nach der Pause ein weiteres Mal überrannt und der FC Rickenbach ging sogar mit 3:1 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt begann der FC Wil aber Moral zu zeigen und trotz Rückstands weiter zu kämpfen und an den Punktgewinn zu glauben. Oftmals wussten sich nun die Rickenbacher nur noch mit Fouls zu helfen. Einer dieser Freistösse trat Pascal Oswald mustergültig in den Strafraum, wo er knapp über alle Köpfe hinweg segelte und sich ins lange Eck zum 3:2 senkte.

Nun war es ein harter Schlagabtausch, jedoch mit leichtem Vorteil für den FC Wil, welcher weiterhin auf den Ausgleich drückte. Der gefühlte zehnte Eckball in der zweiten Hälfte brachte den Wilern schlussendlich den gewünschten Erfolg. Nach einer kurz gespielten Variante hebte wiederum Pascal Oswald den Ball über den Torwart, hinter welchem Stefan Bischofberger den Ball endgültig über die Linie beförderte. In den Schlussminuten zeichneten sich beide Torhüter nochmals aus, indem sie je eine hundertprozentige Torchance zunichtemachten. Danach war dieses hart umkämpfte „Regionalderby“ zu Ende.

 

FC Rickenbach – FC Wil 1900 3:3 (2:1)

Au, 60 Zuschauer

Tore: 5. Meli Sabani 0:1, 33. FC Rickenbach (Freistoss) 1:1, 40. FC Rickenbach 2:1, 48. FC Rickenbach 3:1, 65. Pascal Oswald (Freistoss) 3:2, 76. Stefan Bischofberger 3:3

Aufstellung FC Wil 1900: Patrick Fink, Cornel Dillinger, Fehmi Haziraj, Samuel Grossmann, Robin Klingler (50. Ernat Zornik), Dario Caccialupi, Vuong Truong, Pascal Oswald, Agostino Curatolo (46. Patrik Rütsche), Lavdrim Iljazi (60. Stefan Bischofberger), Meli Sabani (70. Arlind Dushica)

Bemerkungen: Gelbe Karte für Fehmi Haziraj

FC Wil ohne Amer Ramdedovic, Daniel Widmer, Andre Klingler (Ferien), Yannick Bamert, Marcel Näf, Christoph Näf (abwesend), Arben Prelvukaj (Schiedsrichter), Lukas Meissner und Driton Asani (nicht im Aufgebot)

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