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Den Leader besiegt

An einem Sonntag, an dem es nur einmal regnete, empfingen die Frauen der 2. Mannschaft des FC Wil 1900 zu Hause Leader und Absteiger Eschlikon. Gewillt, alles zu geben und die Punkte auf dem Bergholz zu behalten, ging es hochkonzentriert los. Eschlikon übernahm das Spieldiktat von der ersten Minute an. Die Wilerinnen spielten die von Trainer Michael Anderegg gewünschte, defensive Taktik aber hervorragend. Eschlikon kam zu einigen Torchancen, aber keine davon war wirklich zwingend. Vieles wurde vom starken zentralen Mittelfeld mit Svenja Vogel und Jasmin Flammer abgefangen oder spätestens in der Viererkette um Captain Carole Schärer und Thalia Hildenbrand war Endstation. Und was doch aufs Tor kam, machte Rückkehrerin Michelle Gimmi nach ihrer rotbedingten Spielsperre zu Nichte.

Die Wilerinnen standen kompakt und waren so laufbereit wie schon lange nicht mehr. Vereinzelt kam Wil zu Chancen, schnelle Gegenstösse sollten es sein und einer dieser Angriffe führte zum Erfolg. In der 40. Minute war es Noemi Eisenring, die nach einem tollen Pass aus dem Mittelfeld mit einem satten Schuss unter die Latte zur Führung traf.

Eschlikon war in der Folge völlig von der Rolle und die Wilerinnen kamen noch vor der Pause zu zwei weiteren hochkarätigen, wenn nicht sogar 100%-igen Chancen. Eine vergab die Torschützin, die andere Isabella Saliquni, die alleine auf die Gästetorhüterin loslaufen konnte, aber zu überhastet abschloss. Mit der Führung im Rücken ging es in die Pause. Aufwärmen war angesagt. Vor allem aber sollte die Konzentration hochgehalten werden.

Druck bis zur letzten Minute

Die zweite Hälfte glich der ersten. Nur dass Eschlikon noch mehr Druck machte und den Ausgleich mit allen Mitteln suchte. Wil stand weiter kompakt und die Frauen harmonierten über alle Spielerinnen hinweg gut miteinander. Auch die Einwechselspielerinnen brachten sich hervorragend ins Spiel mit ein. Eine ähnliche Leistung zeigte das Team gegen Weinfelden, als es 60 Minuten in Unterzahl agierte. Der Unterschied: Diesmal war nicht eine einzige Ergänzungsspielerin der ersten Mannschaft im Aufgebot. Es galt einige brenzlige Situationen zu überstehen. In der Defensive kämpften und rackerten die Wilerinnen weiter beharrlich. Um jeden Ball wurde gekämpft, jeder Zweikampf angenommen. Dazu kommt, dass Torfrau Gimmi einen sensationellen Tag einzog und mehr als nur eine hervorragende Parade zeigte und damit die Eschliker Stürmerinnen an den Rand der Verzweiflung brachte.

Auch in den zweiten 45 Minuten kam das Heimteam zu seinen Chancen. Vier an der Zahl waren es, drei davon hochkarätige. Mit ein bisschen Glück wäre die Entscheidung bereits nach 70 oder 80 Minuten gefallen. So aber musste bis zum Schlusspfiff gezittert werden. Auch in der 90. Minute rannte Eschlikon aufs Wiler Tor an, oft reichte dann aber die Kraft für einen gezielten Abschluss nicht mehr. Mit dem Pfiff des Schiedsrichters endete die intensive und spannende Partie dann pünktlich nach 90 Minuten.

Als Mannschaft zum Erfolg

Mit diesem Sieg waren drei weitere Punkte auf dem Konto der Wilerinnen, die nun mit 12 Punkten auf Rang fünf überwintern. Eine aufopferungsvolle und einsatzfreudige Teamleistung machten diesen Erfolg möglich. Er zeigte einmal mehr, was alles möglich ist, wenn eine Mannschaft konzentriert und als Kollektiv auftritt. Nach der durchzogenen und verletzungsreichen Vorrunde war dieser Sieg Balsam für die Seele von Mannschaft und Trainer. Denn damit gehen die Wilerinnen mit einem positiven Gefühl in die Winterpause und den bevorstehenden Aufbau inklusive Trainingslager im Frühling. Denn trotz sechs Punkten Rückstand auf Leader Eschlikon ist in dieser Gruppe in der Rückrunde noch alles möglich.

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